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“Endgültige verschollen” Drei Jahre später: In Grossbritannien glaubte man nicht mehr daran, dass man noch irgendeinen Hinweis, geschweige denn Überlebende der Expedition finden könne. Die Admiralität gab 1854 alle Mitglieder als “endgültig verschollen” auf. Vier Monate nach der offiziellen Totsagung, kehrte Dr. John Rae, Arzt der Hudson´s Bay Company, nach England zurück und brachte erstes Licht in das Dunkel um die Tragödie der Franklin-Expedition. In seinem Gepäck befanden sich Teile von Uhren und Kompassen, silberne Löffel und Gabeln sowie ein kleiner Teller mit dem eingravierten Namen “Sir John Franklin”. Diese Gegenstände hatte Dr. Rae an der Westküste der Boothia-Halbinsel einigen Eskimos abgekauft. Dabei hatten die Eingeborenen ihm berichtet, sie hätten im Frühjahr 1850 in der Nähe der südwestlich liegenden King-William-Insel 40 Weisse getroffen, die mit einem Boot und einem Schlitten südwärts gezogen seien. Die Männer hätten den Eskimo durch Zeichen klargemacht, ihre Schiffe seien vom Eis zermalmt worden und nun seien sie auf der Jagd um etwas Essbares zu erlegen. Die Eskimos hätten ihnen dann einen kleinen Seehund verkauft. Im Sommer, so hatte Rae weiter erfahren, entdeckten andere Eskimos dann auf dem Festland die Leichen von über 30 Personen sowie einige Gräber, ferner auf einer Insel fünf weitere Leichen. Die Eingeborenen “liessen durchblicken, dass ihrer Beobachtung nach die Unglücklichen, zu einem letzten verzweifelten Mittel, dem Kannibalismus, getrieben worden seien. Einige wenige schienen noch bis zur Ankunft der Wildgänse und Wildenten (Ende Mai) gelebt zu haben, da man Schüsse gehört und Knochen und Gänsefedern in der Nähe des traurigen Ereignisses gefunden habe.” Ein Zug des Grauens also. War Franklin noch dabeigewesen ? Diese Frage und viele weitere blieben unbeantwortet. doch für die Admiralität war der Fall damit abgeschlossen; sie stellte die Nachforschungen ein. Dr. Rae erhielt 10000 Pfund für seine Verdienste. |
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