treife

Starseite

Home

No Out

Wein

Rezepte

Mysteri

Fotoalben

E-Mail

Gästebuch

Kirchberg

The Rolling Stones

Humor

Amerika

Aircraft

Familie

Links

Wetter

FC-K Offiziell

Gifs

Bild

Flug ohne Wiederkehr

Ein Bandleader geht zur Armee, um für di GI´s im Zweiten Weltkrieg zu spielen. doch das Weihnachtskonzert 1944 in Paris muss ohne den Orchesterchef stattfinden: Er ist auf dem Weg nach Frankreich verschollen.

Bild

Am 15. Dezember 1944 bestieg, Glenn Miller, Major der amerikanischen Luftwaffe und Leiter der berühmten Army Air force Band, auf dem britischen Militärflugplatz Twinwood Farm bei Bedford die einmotorige Norseman. er wollte ins befreite Paris fliegen und dort alliierten Soldaten ein Weihnachtskonzert geben. “ Verdammter Nebel ! “ schimpfte er. “ Ich glaube, heute gehen sogar die Vögel zu Fuss.” Als er besorgt nach Fallschirmen fragte, sagte Mitpassagier Oberst Basell scherzhaft: “ Mann, Miller, wollen sie den ewig leben ?” Kurz darauf startete die Maschine im dichten Nebel und verschwand für immer.

Bild

Erst einen Tag vor Heiligabend wurde der Tod des weltberühmten Bandleaders und Posaunisten offiziell bekanntgegeben. die Rundfunkstationen der Alliierten meldeten: “ Major Glenn Miller ist in Erfüllung seiner Pflicht als amerikanischer Soldat gefallen.”  Die amerikanischen Militärs, in dieser entscheidenden Phase des Kriegs mit grösseren Problemen konfrontiert unterliessen weitere Nachforschungen und mutmassten: “ Die Maschine ist wegen Vereisung der Tragflächen oder wegen Motorschaden über dem Ärmelkanal abgestürzt, oder sie wurde von einem deutschen Jagdflieger abgeschossen.” Freund und Fans des beliebten Swingmusikers wollten sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben. abenteuerliche Gerüchte machten die Runde: Miller sei als Geheimagent liquidiert worden. oder gar, er habe beim Absturz beide Arme und Beine verloren und werde in einem Krankenhaus versteckt gehalten. doch der Fall wurde nie aufgeklärt, und so ranken sich noch heute die Legenden um den verschollenen Musiker, der mit seinem weichen, geschmeidigen Sound die Massen verzauberte.

Wer war Glenn Miller

Wenn die Saxophone seines Orchesters erklangen, gingen in den Tanzpalästen von New York bis San Francisco die jungen Leute auf Tuchfühlung. Moonlight Serenade , Hit des Jahre 1939, brachte die Tänzer in Stimmung und den Mann ins Gespräch, der ein Stück neue Jazzgeschichte geschrieben hatte: Glenn Miller wurde zum Topstar. Geboren wurde Glenn Miller am 1. März 1904 in Calrinda im amerikanischen Bundesstaat Iowa; er genoss eine strenge puritanische Erziehung und das elterliche Motto: “ Wenn du gut sein willst, dann sei verdammt gut “ hat ihn später immer wieder zu musikalischen Höchstleistungen angespornt. zunächst spielte er in verschiedenen Jazzbands in Los Angeles; hier lernte er im Orchester des mitreissenden-dynamischen Schlagzeugers Ben Pollack als Posaunist und Arrangeur einzigartigen Big-Band-Jazz und schloss mit Benny Goodman, dem König des Swings lebenslange Freundschaft. endlich konnte er sich den Traum vom eigenen Orchester erfüllen, und mit geradezu kleinlichem Perfektionismus arbeitete der schmale, ernst blickende Mann mit der randlosen Brille am unverwechselbaren Sound, der seine Musik charakterisieren sollte: samig-glatt, weich, einschmeichelnd und unabhängig von Solisten. Die grössten erfolge kamen in den Jahren 1939 bis 1941, als Miller in rascher Folge Dauerbrenner wie: In the Mood, Tuxedo of Junction, Sun Valley Sernade, String of Pearls und Pennsylvania 6-5000 schrieb und arrangierte. Für seinen Millionenhit Chattanoga Choo Choo wurde ihm 1941, und dies überhaupt zum erstenmal, die Goldene Schallplatte verliehen. Auf der Höhe seines Erfolges verdiente der passionierte Musiker und gleichzeitig äusserst kühl kalkulierende Geschäftsmann 150 000 Dollar im Jahr. Beim Krigseintritt der USA im Jahr 1941 kam Glenn Miller auf die Idee für amerikanische Soldaten zu musizieren. +942 löste er sein erfolgreiches Orchester auf, meldete sich zum Militär und bildete dort Bands, deren Musiker auch in Uniform swingten und mit verjazzten Marscharrangements, wie dem St Louis Blues March, die GI´s begeisterten. 1943 formierte sich die Glenn Miller Army Air Force Band, eine Superband aus 45 Musikern, die vor allem durch eine Serie von Rundfunksendungen populär wurde. 1944 wurde sie zur Truppen-Betreuung nach Grossbritannien verlegt; hier wechselten Konzerte, die besonders über die Sender der Alliierten ausgestrahlt wurden, mit Auftritten vor Tausenden von Soldaten. Zu einem solchen Auftritt war Glenn Miller unterwegs, als er im Dezember 1944 verschwand.

Zurück

Vorwärts