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Der Erfolgsplan: Operation Z

Die seit langem schwelende Krise zwischen Japan und den USA um die Vorherrschaft in Südostasien und im Pazifik hatte sich seit 1940 erheblich zugespitzt. die japanische Besetzung von Französisch-Indochina beantworteten die USA im August 1941 mit einem Erdölembargo, das den Lebensnerv der japanischen Rüstungsindustrie traf. Spätestens seit diesem Zeitpunkt musste man mit militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Grossmächten rechnen.In Washington hatte es nicht an eindringlichen Warnungen vor einem japanischen Präventivschlag gefehlt. Schon frühzeitig lagen dem amerikanischen Nachrichtendienst Hinweise vor, dass mit japanischen Aktionen gegen die Philippinen, den Panamakanal und Pearl Harbor zu rechnen sei, wobei das lohnendste Ziel abgab, da dort die amerikanische Pazifikflotte stationiert war. Bereits zu Beginn des Jahres 1941 hatte der amerikanische Botschafter in Tokio dem Aussenministerium mitgeteilt, dass ihm Informationen vorlägen, wonach die japanische Militärführung im Kriegsfall einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor plane. Die Administration unterschätzte diese Meldung ebenso, wie sie eine Reihe von ähnlichen Berichten nicht ernst genug nahm. Die Warnungen erreichten jedenfalls Hawaii nicht. Daher konnten auch dort keine konkreten militärischen Vorsichtsmassnahmen getroffen werden. Die Japaner dagegen waren für den Tag X gut gerüstet. Bereits im April 1941, acht Monate bevor der erste Schuss fiel, hatte Admiral Isoroku Yamamato, Oberbefehlshaber der japanischen Flotte, einen fertig ausgearbeiteten Angriffsplan vorgelegt. Die Operation Z sah vor, die amerikanische Flotte in Pearl Harbor mit einem Schlag ausser Gefecht zu setzen und die reichen Rohstoffquellen in Südostasien zu besetzen

 

Admiral Yamamoto

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Magic macht es möglich

Die Amerikaner besassen jedoch einen entscheidenden Vorteil, von dem die Japaner nichts wussten. Den Abhörexperten war es gelungen, den japanischen Purple-Code zu entschlüsseln, so dass man in Washington über alle diplomatischen und militärischen Schritte der Japaner unterrichtet war. Das Abhörunternehmen war streng geheim und lief unter dem Kennwort Magic. Nur Präsident Roosvelt und einige Eingeweihte wussten Bescheid. Man war sogar in der Lage, das Chiffriergerät nachzubauen. Insgesamt stellte man sechs Exemplare her. Je zwei standen im Marine- und im Kriegsministerium, eines hatte man Grssbritannien zur Verfügung gestellt; die letzte Maschine schickte man zusammen mit geschultem Personal im April 1941 zum Kommandanten des 17. amerikanischen Marinedistrikts auf die Philippinen. Der Stützpunkt Hawaii ging jedoch leer aus, obwohl die Pazifikflotte sich bekanntermassen in einer besonders exponierten Lage befand. Nach Aussage von Admiral Kimmel gelangten nach Mitte August überhaupt keine entschlüsselten Purple-Code-Meldungen mehr nach Hawaii. War das Zufall, reine Nachlässigkeit ? Oder was bewog Washington dazu, die alarmierenden Nachrichten zurückzuhalten ? Dabei war das verdächtig präzise Interesse der Japaner an Pearl Harbor nicht mehr zuübersehen. Denn seit September forderte Tokio vom japanischen Konsulat auf Hawaii Unterlagen über die dortigen Flugplätze und den Hafen, Standort und Anzahl der Schiffe sowie Angaben über die Stärke der amerikanischen Truppen. Der amerikanische Nachrichtendienst las dank Magic mit, unternahm jedoch nichts. Man war über die Absichten der Japaner stets auf dem laufenden und konnte zum gegebenen Zeitpunkt reagieren.

 

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