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Kein Entkommen

Dunnottar Castle, Kincardineshire

 

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Über hundertsechzig Männer, Frauen und Kinder wurden in dem dunklen Verlies gefangengehalten. Sie, die nur verdorbenes Fleisch, rohen Fisch und Salzwasser zu essen bekamen, kauerten sich aneinander, um sich zu wärmen, die knöchernen Körper in Lumpen gehüllt.

Dies ist ein Augenzeugenbericht der grausamen Gefangenschaft einer grossen Zahl von antiroyalistischen Covenantern und ihren Familien, die im Jahre 1685 von ihren Gegnern auf Dunnottar festgehalten wurden. Viele verhungerten, andere starben bei dem Versuch, nachts über die steilen Klippen zu fliehen, und manche wurden ihrer fanatischen religiösen und politischen Überzeugungen wegen zu Tode gefoltert. dieser dunkle Keller existiert noch heute und ist als “Whig´s Vault” bekannt. Wen sollte es wundern, dass dieser in wilder Umgebung an der Nordsee gelegenen Burg, die dort dem beständigen Angriff der Elemente ausgesetzt ist, ein Vermächtnis von rastlosen Geistern aus seiner gewalttätigen Vergangenheit nachgesagt wird. Man sollte meinen, die isolierte Lage der Burg auf einem riesigen, über der rauhen Küste thronenden Sandsteinfelsen mache sie uneinnehmbar. Tatsächlich aber wurde sie mehrere Male erobert. Im Jahre 1297 wurde sie von der schottischen Armee unter William Wallace belagert und zerstört, der die englische Garnison bei lebendigem Leibe in der Kirche verbrennen lies. Ob es ihre Schreie sind, die angeblich des Nachts von den Klippen zu hören sind, oder die der unglücklichen Covenanter, bleibt ungewiss. Hier wurde auch die gespenstische Gestalt eines Mannes gesehen. Er ist gross, trägt eine altertümliche Uniform und scheint auf das Meer hinauszustarren.

 

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